
Marie Iljašenko erkundet in ihren Gedichten den urbanen Raum als Biotop für Tiere und Menschen. Zwischen Fasanen und Turmfalken, Regenbogenforellen, Mardern und Mäusen entstehen Stadtlandschaften von New York über Prag und Barcelona bis Tokio – eine Welt, in der der Mensch oft zur Nebenfigur wird und den Tieren nicht selten Unheil bringt, etwa im Krieg in der Ukraine. Durch präzise Beobachtungen zeichnet Iljašenko ein sensibles Bild moderner Existenz, in der Nähe und Bedrohung dicht beieinander liegen.