
Tereza Boučková (* 1957) ist eine international anerkannte Bestsellerautorin. Sie ist die Tochter des Schriftstellers Pavel Kohout, Mitbegründers und Unterzeichners der Charta 77. Auch Tereza Boučková unterzeichnete die Charta 77 im Alter von zwanzig Jahren. Das kommunistische Regime bestrafte sie daraufhin mit einem Studienverbot, entzog ihr den Reisepass, erlaubte ihr nur Tätigkeiten als Reinigungskraft und setzte sie auf vielfältige Weise unter Druck, die sozialistische Tschechoslowakei zu verlassen.
Seit 1989 widmet sich Boučková – neben der Erziehung ihrer drei Söhne, zwei adoptierten und einem leiblichen – ausschließlich dem Schreiben. Sie veröffentlichte acht Bücher mit Prosa und publizistischen Texten, von denen viele auch im Ausland erschienen sind. Zudem schreibt sie Drehbücher für Film und Theaterstücke.
In ihrem bislang erfolgreichsten Roman Rok kohouta [Das Jahr des Hahns] verarbeitet sie eine tiefgreifende Lebenskrise, die sie erlebte, nachdem ihre Adoptivfamilie dramatisch zerbrach. Ihr neuester Roman Dům v Matoušově ulici [Das Haus in der Matoušova-Straße] erzählt die Geschichte von hundert Jahren eines Prager Hauses, in dem sich die bewegte Geschichte des 20. Jahrhunderts ebenso widerspiegelt wie die Gegenwart.
Ihre Werke wurden ins Ungarische, Arabische, Slowenische, Spanische, Kroatische, Niederländische, Polnische, Bulgarische, Italienische und Albanische übersetzt.
– Roman, übers. Maria Sileny, Morio Verlag, 2026
– tschech. original Dům v Matoušově ulici, Odeon, 2024
– Roman, übers. Ulrike Helmke a Raija Hauck, Karl Rauch Verlag, 2015
– tschech. original Rok kohouta, Odeon, 2008
– Roman, übers. Raija Hauck, Karl Rauch Verlag, 2014
– tschech. original Šíleně smutné povídky, Odeon, 2013
– Roman, übers. Kathrin Liedtke a Eva Profousová, Rowohlt Verlag, 1993
– tschech. original Indiánský běh, Grafoprint, 1990
Miroslav-Ivanov-Preis für den besten historischen Roman (2024)
Jiří-Orten-Preis (1988)