
Tomáš Glanc (* 1969 Prag) beschäftigt sich mit den Kulturgeschichten Osteuropas und ist als Universitätslehrer, Ausstellungskurator sowie gelegentlich als Übersetzer und Fachpublizist tätig.
An der Wende der 1980er- und 1990er-Jahre studierte er Russisch und Tschechisch an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, seine Dissertation verfasste er an der Universität Konstanz. Anschließend lehrte er an seiner Alma Mater und war dort von 2000 bis 2003 Direktor des Instituts für Slawistik und osteuropäische Studien. Ab 2006 war er zunächst Direktor des Tschechischen Zentrums in Moskau und anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter an Universitäten in Bremen, Berlin, Basel und Zürich, wo er seit 2014 bis heute tätig ist.
Sein Buch Souostroví Rusko: ikony postsovětské kultury [Archipel Russland: Ikonen der postsowjetischen Kultur] (Revolver Revue, 2011) wurde auf dem Portal des Tschechischen Literaturzentrums in die Übersicht „Höhepunkte der tschechischen Non-Fiction 2007–2017“ aufgenommen.
2026 erschien in gewisser Hinsicht eine Fortsetzung in Form der umfangreichen Monografie Souostroví Rusko ve válce proti Ukrajině. Kultura a kontexty 2022–2025 [Archipel Russland im Krieg gegen die Ukraine. Kultur und Kontexte 2022–2025].2025 erschien im Verlag Vyšehrad das Buchgespräch Ruská duše neexistuje [Die russische Seele existiert nicht], das der Chefredakteur des Magazins Alarm, Jan Bělíček, mit Tomáš Glanc führte.
Seine Werke wurden ins Englische, Chinesische, Französische, Kroatische, Deutsche, Polnische und Russische übersetzt.
– Sammelband, Mitherausgeber Zornitz Kazalarska, übers. Alfrun Kliems, LitVerlag 2019
– Fachmonografie, übers. LIT Verlag, 2017
– Sammelband, Mitherausgeber Christian Voß, übers. Peter Lang, 2016
– Sammelband, übers. Edition Schublade, 2016
– non-fiction, übers. Karolinum, 2026
– tschech. original Souostroví Rusko ve válce proti Ukrajině
– Sammelband, Mitherausgeber Mark Lipovetsky, Maria Engström, Ilja Kukuj, Klavdia Smola, übers. Oxford University Press, 2024
– Sammelband, übers. Karolinum, 2020