
Tomáš Glanc (* 1969) beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte Osteuropas und ist in der Forschung und Lehre, als Ausstellungskurator sowie gelegentlich als Übersetzer und Fachpublizist tätig.
In den Jahren 1987–1992 studierte er Russistik und Bohemistik an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag, seine Dissertation verfasste er an der Universität Konstanz. Anschließend lehrte er an seiner Alma Mater und war dort von 2000 bis 2003 Direktor des Instituts für Slawistik und osteuropäische Studien. Ab 2006 war er zunächst Direktor des Tschechischen Zentrums in Moskau und anschließend Gastprofessor an den Universitäten in Bremen, Berlin und Basel. Seit 2014 ist er an der Universität Zürich tätig.
Sein Buch Souostroví Rusko. Ikony postsovětské kultury [Archipel Russland. Ikonen der postsowjetischen Kultur] (2011) wurde auf dem Portal des Tschechischen Literaturzentrums in die Übersicht „Höhepunkte der tschechischen Non-Fiction 2007–2017“ aufgenommen. 2025 erschien im Verlag Vyšehrad das Buchgespräch Ruská duše neexistuje [Die russische Seele existiert nicht], das der Chefredakteur des Magazins Alarm, Jan Bělíček, mit Tomáš Glanc führte. 2026 erschien die umfangreiche Monografie Souostroví Rusko ve válce proti Ukrajině. Kultura a kontexty 2022–2025 [Archipel Russland im Krieg gegen die Ukraine. Kultur und Kontexte 2022–2025].
Seine Werke wurden ins Englische, Chinesische, Französische, Kroatische, Deutsche, Polnische und Russische übersetzt.
– Sammelband, Mitherausgeber Zornitza Kazalarska, Alfrun Kliems, LIT Verlag, 2019
– Fachmonografie, LIT Verlag, 2017
– Sammelband, Mitherausgeber Christian Voß, Peter Lang, 2016
– Sammelband, Edition Schublade, 2016
– Sachbuch
– tschech. Original Souostroví Rusko ve válce proti Ukrajině, Karolinum, 2026
– Sammelband, Mitherausgeber Mark Lipovetsky, Maria Engström, Ilja Kukuj, Klavdia Smola, Oxford University Press, 2024
– Sammelband, Karolinum, 2020