Der seit 2014 von Russland gegen die Ukraine geführte Krieg hat nicht nur das angegriffene Land, sondern auch Russland selbst, einschließlich der Kultur, drastisch verändert. Wie greift dieser lang andauernde Krieg in die Ausdrucksmittel der Kunst ein und wie verändert er sie? Auf welche Weise reagieren russische KünstlerInnen auf die kriegerische Aggression ihres Landes? Wie arbeitet das Kreml-Establishment mit Kultur? Und was bedeutet der Begriff „russisches Exil“ heute eigentlich und wen bezeichnet er? Kann die russische Kunst heute eine neue Vision einer russischen postkolonialen Zukunft eröffnen? Über diese Themen sprechen der tschechische Slawist Tomáš Glanc, die US-amerikanische Historikerin Marci Shore und der deutsch-russische Soziologe Mischa Gabowitsch. Die
Diskussion stützt sich auf Tomáš Glancs neues Buch Russian Archipelago at War with Ukraine: Culture and Context 2022–2025, das im September 2026 bei Karolinum Press erschienen ist.
Tomáš Glanc, Marci Shore, Moderation: Mischa Gabowitsch