
Die tschechische Prosa blieb lange ausschließlich auf heimische Themen beschränkt. Erst nach 2000 begann sie, sich der Erkundung neuer Orte, Kulturen und Lebensweisen zu öffnen. Matěj Hořava und Klára Wang Tylová thematisieren geografisch und kulturell entfernte Räume, die den Lesehorizont erweitern. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Erfahrung von Fremdheit und Andersartigkeit. Ihre Texte führen in Lebenswelten, die sich von der mitteleuropäischen Erfahrung unterscheiden, und machen die Begegnung mit anderen Orten, Kulturen und Lebensweisen zum Gegenstand literarischer Darstellung.
Klára Wang Tylová, Matěj Hořava, Moderation Tino Dallmann, deutsche Stimme Armin Nufer