
Der Prager Journalist Tomáš steckt in der Krise. Seine langjährige Ehe bröckelt, die Trennung von seiner jungen Geliebten will auch nicht gelingen, und seine Stelle als Redakteur bei einem investigativen Magazin ist gefährdet. Dann überfallen die Russen auch noch die Ukraine, und in Tomáš und seinen Altersgenossen werden Erinnerungen an die Zeit vor der „Samtenen Revolution“ wach. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Jáchym Topol über seinen neuen Roman Die Hölle gibt es nicht, über die Frage, wie das Private mit dem Politischen zusammenhängt, wie man die Geister der Vergangenheit bannen kann und wo es in einer unbeständigen Welt noch Sicherheit gibt.
Jáchym Topol, Moderation Tilman Spreckelsen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Halle 3.0 / C123