Tschechien

Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2026

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Fotoreportage: Leipziger Buchmesse, dritter Tag

Wir präsentieren den letzten Fotobericht von der Leipziger Buchmesse, dessen Fotos den dritten Tag voller Autorenlesungen, Diskussionen über neue Übersetzungen sowie das Abendprogramm in der Schaubühne Lindenfels einfangen. Wir blicken darin zurück auf die Auftritte von Petra Dvořáková, Jiří Hájíček, Michal Ajvaz, Barbara Šalamounová sowie auf den Literaturabend „Körper, Worte, Saunen“.

Petra Dvořáková präsentierte auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse bereits zum zweiten Mal ihren Roman „Die Krähen“ (Anthea Verlag, übersetzt von Hana Hadas). An das Thema persönlicher und familiärer Traumata knüpft Jiří Hájíček mit dem Roman „370m über NN“ (Karl Rauch Verlag, übersetzt von Kristina Kallert) an, in dem die Protagonistin nach Jahren in die überflutete Landschaft ihrer Kindheit zurückkehrt, um nicht nur den Verlust ihres Zuhauses zu verarbeiten, sondern auch das Ereignis, das einst ihre Familie entzweite. Moderiert wurden die Veranstaltungen von Christina Frankenberg und Maximilian Mengeringhaus, übersetzt haben Nella Nitrová und Rico Schote.

Am nationalen Stand folgte eine Diskussion zwischen Michal Ajvaz und Lukáš Cabala, die von Stefanie Bose moderiert und von Rico Schote gedolmetscht wurde. Ajvaz sprach dabei über seinen Roman „Passagen unter Glas“ (Anthea Verlag, Übersetzung: Veronika Siska), Cabala stellte den Roman „Denkst du noch an Trenčín?“ (Anthea Verlag, Übersetzung: Stefanie Bose) vor, eine poetische Hommage an seine Heimatstadt, in der sich Trenčín in einen Raum verwandelt, in dem Erinnerungen, Fantasien und unerwartete menschliche Geschichten miteinander verschmelzen.

Am Abend begaben wir uns in die eindrucksvolle Schaubühne Lindenfels, wo Barbara Šalamounová gemeinsam mit Professor Volker Schlecht an die tschechisch-deutschen künstlerischen Verbindungen ihrer Eltern, Jiří Šalamoun und Eva Natus-Šalamoun, erinnerte. Die Veranstaltung war eine Hommage an zwei herausragende Persönlichkeiten der Buchillustration und Grafik, deren Schaffen und Berufsleben eng mit dem tschechischen und deutschen Umfeld verbunden waren.

Ebenfalls in der Schaubühne Lindenfels fand auch der Abend „Körper, Worte, Saunen“ statt, den Marek Torčík mit der Vorstellung seines Romans „Was die Zeit nicht nimmt“ (Anthea Verlag, Übersetzung: Mirko Kraetsch) eröffnete, einem der markantesten tschechischen Debüts der letzten Jahre. Moderiert wurde die Veranstaltung von Libuše Černá, Auszüge las Stephan Wolf-Schönburg vor.

Auf Marek Torčík folgten Marita Kelbl mit dem Buch „Weder Junge noch Mädchen“ (Anthea Verlag, Übersetzung: Barbora Schnelle) , Iryna Zahladko mit dem Titel „Wie sich in Krankheit schminken“ und Antonín Zhořec mit dem Gedichtband „Ich piekse den Sonnensturm“. Die Diskussion moderierte Daniel Schmidt, Leseproben trug Laura Richter vor.

Den Abschluss des Abends bildetenVratislav Maňák mit seinem Buch „Mit Wittgenstein in der Schwulensauna“ (Karl Rauch Verlag, Übersetzung: Lena Dorn). Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Krafl, Auszüge las Stephan Wolf-Schönburg vor.

Fotos: Sabine Felber/Literaturtest