Tschechien

Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2026

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Fotoreportage: Leipziger Buchmesse, zweiter Tag

Lipský knižní veletrh, den druhý, foto: Sabine Felber
Der zweite Tag der Leipziger Buchmesse bot weitere Begegnungen mit tschechischer Literatur in deutscher Übersetzung – von Diskussionen am tschechischen Nationalstand über Buchvorstellungen bis hin zu abendlichen Autorenlesungen in den eindrucksvollen Leipziger Passagen.

Danuše Siering und Ondřej Cikán (Ketos Verlag) diskutierten darüber, wie man Schätze der tschechischen Literatur für ein deutschsprachiges Publikum aufspüren und präsentieren kann. Am Stand wurde zudem die deutsche Übersetzung des Romans „Letnice“ (Pfingsten) von Miroslav Hlaučo vorgestellt (Anthea Verlag, Übersetzung: Raija Hauck). Die Veranstaltung wurde von Mirko Schwanitz moderiert, das Dolmetschen übernahm Nella Nitrová.

Am tschechischen Nationalstand wurden zwei Bücher vorgestellt: Zunächst präsentierte Petr Hanel seinen Roman „Du weißt nen Scheiß über Sterne“ (Anthea Verlag, übersetzt von Hana Hadas), eine schonungslose Geschichte über das Erwachsenwerden, Männlichkeit und die Suche nach sich selbst im Zeitalter des Internets. Anschließend knüpfte Marie Iljašenko mit ihrem Gedichtband „Menschen hören überhaupt nur sehr wenig“ an (Anthea Verlag, übersetzt vom Julia Miesenböck), der den städtischen Raum einfängt, der sowohl von Menschen als auch von Tieren bewohnt wird. Die Diskussion moderierte Ruben Höppner, die Übersetzung übernahmen Nella Nitrová und Michala Čičváková.

In den eindrucksvollen Räumlichkeiten der Leipziger Passagen im Mädler Art Forum präsentierten sich Petra Dvořáková und Michal Ajvaz. Petra Dvořáková stellte dort „Die Krähen“ vor (Anthea Verlag, übersetzt von Hana Hadas), eine eindringliche Novelle über das Erwachsenwerden, schmerzhafte Familienbeziehungen und das Unverständnis zwischen den Generationen. Den Abend moderierte Christina Frankenberg, aus dem Buch las Steffi Böttger. Michal Ajvaz sprach anschließend über seinen Roman „Passagen unter Glas“ (Allee Verlag, übersetzt von Veronika Siska), dessen Handlung sich gerade in den Leipziger Passagen zu einer vielschichtigen, fantasievollen Erzählung entfaltet. Die Diskussion moderierte Maximilian Mengeringhaus, die Lesung übernahm ebenfalls Steffi Böttger.

Fotos: Sabine Felber/Literaturtest