Eli Beneš und Nora Bossong greifen in ihren Romanen die Wendepunkte des 20. Jahrhunderts wieder. Beneš` Debütroman „Unmerklicher Verlust der Einsamkeit“ (Karl Rauch Verlag) thematisiert die Rückkehr der Überlebenden aus den Konzentrationslagern nach Prag im Jahr 1945, während Bossong in ihrem Roman „Reichskanzlerplatz“ (Suhrkamp Verlag) die Mechanismen menschlichen Versagens und die Entstehung von Fanatismus vor dem Hintergrund der zerfallenden Weimarer Republik untersucht. Ihren Dialog über Schuld, Erinnerung und die Suche nach Menschlichkeit moderierte Zuzana Lizcová.
An die literarische Debatte schloss sich ein freundschaftlicher tschechisch-deutscher Slam-Poetry-Wettbewerb an, bei dem Jaromír Konečný, Večerka, Daniel Wagner und Vašek z Aše auftraten. Der Wettbewerb bezog sich thematisch ebenfalls auf die „neu erzählte Vergangenheit“.
Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Tschechien, Slam Poetry CZ und dem Argo-Verlag statt.


















Fotos: Pavlína Jáchimová


