
Jana Krötzsch (* 1968) wuchs in der DDR auf und entdeckte erst nach der Wende im Zweitstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin (mit Auslandsjahr an der Karls-Universität in Prag) ihre Liebe zur Bohemistik. Lag der Fokus anfangs mehr auf Linguistik (einschließlich der Begeisterung junger Studierender für die Slawistik) und zweisprachiger Kindererziehung (der eigenen), konnte sie sich in den vergangenen zwanzig Jahren dank der Mitwirkung am bilingualen Dresdner Lyrikpreis zur Lyrikübersetzerin mausern. Für diesen Wettbewerb schuf sie zahlreiche Gedichtübertragungen von Milan Děžinský, Miloš Doležal, Radek Fridrich, Marie Šťastná, Jan Škrob, Ondřej Škrabal, Alžběta Stančáková, Kamil Bouška, Tereza Bínová und anderen, die in Literaturzeitschriften bzw. Anthologien erschienen. Zwei Gedichtbände von Radek Fridrich wurden von ihr übersetzt. Darüber hinaus moderiert sie Lesungen, dolmetscht Fachgespräche und -veranstaltungen. Seit Jahren ist sie mit ganzem Herzen auch weltliche Trauerrednerin und Trauerbegleiterin.
– Essay, Mitübersetzerin Susa Wolfrum, Václav Havel, Michael Žantovský, Mitteldeutscher Verlag, 2026
– tschech. Original Někam jsem to ukryl, Knihovna Václava Havla, 2016
– Kinderbuch, Olga Stehlíková, Andrea Tachezy, Balaena, 2026
– tschech. Original Mojenka, Host, 2022