
Petra Hůlová (* 1979) studierte Sprachen, Kultur und Anthropologie an Universitäten in Prag, Ulaanbaatar und New York, wo sie zudem in den Jahren 2004–2005 Fulbright-Stipendiatin war. Ihre Romane werden häufig in der Ich-Perspektive erzählt und reichen von intimen Bekenntnissen bis hin zu epischen Sagas. Schreiben ist für sie vor allem eine Möglichkeit, fremde emotionale Erfahrungen als eigene zu erleben und sich selbst wie auch die Leser:innen dazu zu bringen, die eigene Komfortzone zu verlassen.
Die Autorin widmet sich außerdem dem Schreiben von Theaterstücken und Drehbüchern sowie im Kollektiv Hůlová, Havrda, Vrba auch performativen Arbeiten. Zwischen 2014 und 2017 war sie Betreiberin der Bar Zenit im Prager Stadtteil Vršovice, wo sie Ausstellungen, Konzerte und Lesungen organisierte. Derzeit arbeitet sie in Teilzeit als Krankenschwester auf einer Intensivstation.
Im September 2026 erscheint ihr neuester Roman Nejvyšší karta [The Long Version] auf Englisch (World Editions, New York).
Ihre Werke wurden ins Englische, Arabische, Bulgarische, Kroatische, Französische, Italienische, Ungarische, Niederländische, Deutsche, Norwegische, Polnische, Serbische, Spanische und Schwedische übersetzt.
– Prosa, übers. Doris Kouba, Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2013
– tschech. original Umělohmotný třípokoj, Torst, 2002
– Prosa, übers. Michael Stavarič, Luchterhand Verlag, 2010
– tschech. original Stanice Tajga, Torst, 2008
– Prosa, übers. Alex Zucker, World editions, 2026
– tschech. original Nejvyšší karta, Torst, 2018
– Prosa, übers. Alex Zucker, World editions, 2021
– tschech. original Stručné dějiny Hnutí, Torst, 2018
– Prosa, übers. Alex Zucker, Jantar Publishing, 2017
– tschech. original Umělohmotný třípokoj, Torst, 2002
Josef Škvorecký Preis (2008)
Jiří Orten Preis (2007)
Magnesia Litera (2003)