Tschechien

Frankfurter Buchmesse
Ehrengast 2026

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Unsere Übersetzer*innen: Eva Profousová

Ohne unsere vielen tollen Übersetzer*innen wäre die tschechische Literatur im Ausland nicht vorhanden. In unserer Reihe wollen wir euch daher unsere Kolleg*innen näher vorstellen und haben ihnen dafür ein paar Fragen gestellt. Heute geht es mit Eva Profousová weiter. Sie wurde 1963 in Prag geboren, studierte Bohemistik, Russistik und Osteuropäische Geschichte in Hamburg und Glasgow. Für ihre Übersetzungen aus dem Tschechischen (neben dem Werk Jáchym Topols vor allem Bücher von Radka Denemarková, Jaroslav Rudiš und Michal Viewegh) wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Welche Dinge kann man auf Tschechisch ausdrücken, die auf Deutsch schwer oder unmöglich sind?

Mithilfe von verballhornten deutschen Ausdrücken kann man dem Tschechischen eine stark mündliche Note verleihen, die sich unmöglich mit analogen Sprachmitteln im Deutschen herstellen lässt.

Verändert sich der Charakter einer Figur, wenn man sie vom Tschechischen ins Deutsche überträgt?

Gott bewahre. Das wäre dann eine verdammt schlechte Übersetzung.

Denkst du beim Übersetzen eher in Bildern, in Bedeutung oder in Worten?

In erster Linie muss ich sehen, was der Text beschreibt sprich was ich übersetze. Erst dann folgt das Wort und seine Bedeutung.

Was ist an tschechischem Humor besonders schwer, ins Deutsche zu übertragen?

Guter Humor hat keine Probleme mit der Übertragung.

Woran arbeitest du aktuell und was wird dein nächstes Projekt sein?

Zur Zeit übersetze ich einen Roman von Katarína Kucbelová aus dem Slowakischen. Danach lasse ich mich gerne überraschen, wie nachhaltig die diesjährige Buchmesse das Interesse an Übersetzungen aus dem Tschechischen befeuert. 🙂

Foto: Anja Kapunkt
Das Interview führte Annika Grützner.